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Roboter nach dem Aufprall auf Matte im Ziel (in Peking am 22. August)

Foto: Andres Martinez Casares / EPA

Wie weit die Entwicklung humanoider Roboter fortgeschritten ist,konnte sich nicht zuletzt der Bundeskanzler persönlich anschauen. Bei einem Besuch in Peking Anfang des Jahres war Friedrich Merz ein Boxkampf zwischen Hightechmaschinen präsentiert worden (mehr hier). Dass Maschinen dieser Art nicht nur zuschlagen,sondern auch absurd schnell laufen können,zeigte sich nun bei den World Humanoid Robot Games (Weltmeisterschaften humanoider Roboter) in China.

Ein Roboter hat beim Auftakt dieser Weltmeisterschaft im Sprint über 100 Meter den bestehenden Rekord eines Menschen geschlagen. Während der Eröffnungsfeier rannte der Roboter des chinesischen Teams X-Humanoid in nur 9,39 Sekunden ins Ziel. Damit unterbot er die Bestzeit von 9,58 Sekunden von Rekordhalter Usain Bolt über diese Strecke. Im Anschluss an ihren Sprint prallten die Roboter spektakulär in eine Schutzwand.

A humanoid robot developed by China’s Beijing Innovation Center of Humanoid Robotics ran 100 meters in 9.39 seconds,beating the human world record held by Jamaican sprinting great Usain Bolt https://t.co/z0D4H4Vco6 pic.twitter.com/EYuum0iwA8

— Reuters (@Reuters) August 22,2026

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Im Vorfeld hatte ein Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers Honor die Bestmarke des Jamaikaners mit 9,32 Sekunden sogar noch deutlicher unterboten,wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Honors Robotermodell mit dem Namen »Lightning« (»Blitz«) hatte im April bereits die von einem Menschen gelaufene Bestzeit im Halbmarathon über rund 21 Kilometer mit 50 Minuten und 26 Sekunden deutlich unterboten.

Bis zum 26. August sollen in der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking weitere Roboter bei der zweiten Ausgabe der Roboter-Weltmeisterschaft in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten.

Die Organisatoren erwarten mehr als 660 Teams mit insgesamt mehr als 2000 Robotern aus 16 Ländern. Die meisten Teams kommen aus China und stammen von Unternehmen und Universitäten. Zu den 51 Disziplinen zählen Weitsprung,Gewichtheben,Tischtennis,Fußball,aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben,Rettungseinsätze und Fertigungslinien,an denen die Ingenieure ihre Roboter antreten lassen wollen.

Das Börsendebüt verlief spektakulär

Chinas Regierung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter künstlicher Intelligenz als Zukunftsindustrie festgelegt. Viele Firmen und Universitäten investieren viel in die Forschung und den Bau humanoider Roboter. Einige Firmen wollen deshalb an die Börse,um Geld bei Investoren einzusammeln. Jüngst machte der Roboterbauer Unitree mit seinem rasanten Börsenstart auf dem Parkett in Shanghai Schlagzeilen,nachdem die Aktie bei ihrem Debüt 629 Prozent in die Höhe geschnellt war.

Auch andere Hardware- und KI-Unternehmen aus Bereichen wie Halbleitern und Robotik,die Peking gezielt fördert,hatten zuvor starke Börsengänge gehabt. China will damit technologische Abhängigkeiten vom Ausland verringern und neue Wachstumsmotoren aufbauen. Vor allem die USA sind ebenfalls führend in der Entwicklung humanoider Roboter.

Die Nachfrage war gigantisch,der Börsengang beeindruckend: Die humanoiden Roboter von Unitree werden in China als das nächste große Ding gehandelt. Doch wie weit ist die Technik wirklich? Mehr hier in der Analyse.

jok/dpa

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