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Feierliche Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige mit einem Tag der offenen Tür

2026-06-16 HaiPress

Feierliche Einweihung der neuen Straßenmeisterei Geislingen an der Steige: Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL übergab am Sonntag (14. Juni 2026) den Neubau im Rahmen eines Tags der offenen Tür an die beiden Landkreise Esslingen und Göppingen als Nutzer.

Bund investiert rund 15 Millionen Euro

„Mit dem Neubau ist eine der modernsten Straßenmeistereien in Baden-Württemberg entstanden“,sagte Razavi. Der Straßenmeisterei Geislingen stehen nun top-moderne und attraktive Gebäude zum Arbeiten zur Verfügung. Ich danke dem Bund als Eigentümer der Meisterei für die Bereitstellung der notwendigen Gelder.“

Christian Hirte,Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr,sagte: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien sorgen tagtäglich dafür,dass unsere Straßen sicher befahrbar bleiben und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Damit sie auch künftig den Anforderungen gewachsen sind,haben wir den Standort in Geislingen an der Steige weiter ausgebaut und rund 15 Millionen Euro in moderne neue Gebäude der Straßenmeisterei investiert.“

Von der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige im Landkreis Göppingen aus erfolgt die Unterhaltung der Bundes-,Landes- und Kreisstraßen im Großteil des Landkreises Göppingen. Die teilweise noch aus den 1950er-Jahren stammende Straßenmeisterei war dringend sanierungsbedürftig. So entsprachen die baulichen Anlagen nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen an einen modernen Betriebsdienst und an die Arbeitssicherheit. Daher sind die Gebäude in zwei Bauabschnitten durch Neubauten ersetzt worden. Die vorhandene Fahrzeughalle wurde durch einen Neubau mit einem großzügigen Werkstattteil und einer Waschhalle ersetzt. Sie bietet nun Platz für alle Fahrzeuge und Geräte der Straßenmeisterei. Auch das Sozialgebäude für die Bediensteten der Straßenmeisterei wurde neu gebaut.

Im Vorgriff konnte bereits für rund eine Million Euro 2016 eine neue Salzlagerhalle gebaut werden. Diese ist mit mehreren renommierten Architekturpreisen ausgezeichnet worden.

In ihren Grußworten betonten die Vertreter der Landkreise Göppingen und Esslingen die Bedeutung des Neubaus und der kreisübergreifenden Zusammenarbeit.

Der Erste Landesbeamte des Landkreises Göppingen,Jochen Heinz,sagte: „Mit der offiziellen Übergabe des neuen Straßenmeistereigebäudes setzen wir einen Meilenstein,der nicht zuletzt auf der über 20-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit der Landkreise Esslingen und Göppingen im Bereich der Straßenbauverwaltung aufbaut. Eine nach wie vor in Baden-Württemberg einmalige Kooperation,die durch den Neubau in Geislingen weiter gestärkt wird.“

Landrat Marcel Musolf,Landkreis Esslingen,sagte: „Für die meisten Mitarbeitenden der Straßenmeistereien ist nicht das Büro,sondern die Straße der Arbeitsplatz. Und damit dieser Arbeitsplatz für alle sicher bleibt,brauchen wir für die Männer und Frauen in Orange eine solide Basis,die allen Verkehrsteilnehmern auf unseren Straßen zugutekommt. Mit dem Schlüssel erhalten wir nicht nur ein Gebäude aus Holz,Beton und Glas. Wir bekommen eine hochmoderne Meisterei als zentralen Ausgangspunkt für Sicherheit und Mobilität auf Bundes-,Landes und Kreisstraßen in unseren Landkreisen. Allein die Landkreise Esslingen und Göppingen investieren dieses Jahr insgesamt rund 9,8 Millionen Euro in den Bau und den Erhalt der Kreisstraßen und Brücken. Das sind rund 24.000 Euro pro Jahr und Kilometer. Trotz schwieriger Finanzlage ist uns der Erhalt der Verkehrsinfrastruktur ein sehr großes Anliegen.“

Nachhaltiges Liegenschaftskonzept

Die neue Straßenmeisterei zeichnet sich durch ein geradliniges,hochfunktionales Hofkonzept aus,welches sich durch die Anordnung der neuen Baukörper im Norden und Süden sowie der Salzlagerhalle im Westen ergibt.

Der Neubau wurde im Auftrag des Ministeriums für Verkehr durch das Staatliche Hochbauamt Ulm umgesetzt. Hierzu sagte Roland Guth,der in der Betriebsleitung des Landesbetriebs Bundesbau Baden-Württemberg projektverantwortliche Architekt: „In Geislingen wurde ein umfassend nachhaltiges Konzept für eine Straßenmeisterei realisiert. Die Gebäude wurden überwiegend aus zertifiziertem,regional verfügbarem Holz errichtet und werden CO2-neutral betrieben. Das Energiekonzept mit einer Kombination aus Eisspeicher,Wärmepumpe und Solaranlage,mit dem im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden kann,stellt für Gebäude einer Straßenmeisterei eine technische Innovation dar,die zukunftsweisend ist.“

Hintergrundinformationen zur Straßenmeisterei Geislingen an der Steige:

Die bundeseigene Straßenmeisterei wurde im Jahre 1953 an der Bundesstraße 10 in Geislingen errichtet.

Die Straßenmeisterei Geislingen ist eine von 86 Straßenmeistereien in Baden-Württemberg und hat ein überdurchschnittliches großes,fast 390 Kilometer langes Streckennetz von Bundes-,Landes- und Kreisstraßen zu betreuen. Zwei Winterdienst-Stützpunkte in Böhmenkirch und Eislingen betreuen vorrangig die Albhochfläche mit der B 466,sowie das Gebiet Heiningen/Bad Boll und den Bereich um den Hohenstaufen.

Gerade im Winterdienst ist die Lage der Meisterei am Fuße der verkehrswichtigen Geislinger Steige (B 10) als Ausweichstrecke der BAB A 8 Ulm – Wendlingen von zentraler Bedeutung.  Insbesondere wegen dem noch nicht ausgebauten Abschnitt Gruibingen – Hohenstadt (Albaufstieg) ist diese Strecke besonders stauanfällig und weist entsprechende Ausweichverkehre auf.

Es sind zwei Straßenmeister,zwei Verwaltungsangestelte und 36 Mitarbeiter im Betriebsdienst angestellt.

Der Straßenbetriebsdienst im Land wird durch die Landkreise wahrgenommen. Für den Landkreis Göppingen erfolgt dies in Kooperation durch den Landkreis Esslingen,wo auch das Straßenbauamt seinen Sitz hat. Die Hauptaufgaben des Straßenbetriebsdienstes sind die Grün- und Gehölzpflege,der Winterdienst,kleinere Reparaturen und Reinigung der Straßen,Bauwerke,Entwässerungseinrichtungen und Straßenausstattung,die Müllentsorgung,die Beseitigung von Unfallschäden.

Bereits im Jahr 2016 wurde in Verantwortlichkeit des Landesbetriebs Bundesbau Baden-Württemberg (Staatliches Hochbauamt Ulm) am Standort Geislingen eine neue Salzlagerhalle mit einem Fassungsvermögen von 1.440 Tonnen Auftausalz realisiert. Die von dem Stuttgarter Architekturbüro Vautz und Mang geplante Salzhalle ist zwischenzeitlich mehrfach preisgekrönt und beim Deutschen Holzbaupreis 2017 sowie beim Balthasar Neumann Preis 2018 ausgezeichnet worden.

Neuland ist der erstmalig in einer Straßenmeisterei verwendete Eisspeicher. Dieses innovative Wärmeerzeugungskonzept verfolgt einen umfänglichen ökologischen Ansatz aus Umweltwärme und energetisch effizienten Anlagekomponenten aus Sole-/Wasserwärmepumpe mit Wärmequelle aus einem Eisspeicher und Regeneration des Speichers über Solar-Luftabsorber.

Weitere Daten zur Baumaßnahme:

Kosten:                                   rund 15 Millionen Euro

Grundstücksfläche:              ca. 14.000 Quadratmeter

Bauzeit:                                  Herbst 2022 bis Mai 2026

Größe Salzhalle:                    1.440 Tonnen Lagerkapazität

Größe Soletank:                    60.000 Liter Natriumchloridsole

PM Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

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