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Explosion in einer Goldmine im Sudan (die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2011)

Foto: Mohamed Nureldin Abdallah / REUTERS

Die EU hat angesichts des grausamen Bürgerkriegs im Sudan ein Gold-Embargo verhängt. Das Edelmetall sei zu einer zentralen Einnahmequelle geworden,mit der der Konflikt finanziert werde,teilte der Rat der Mitgliedstaaten nach dem Sanktionsbeschluss der Außenminister Anfang der Woche mit. Durch die Beschränkung des Handels mit sudanesischem Gold und die Einschränkung des Zugangs zu Chemikalien,die für den Abbau und die Gewinnung benötigt werden,wolle man die Ressourcen verringern,die den Verantwortlichen für Gewalt zur Verfügung stehen.

Demnach sind künftig der Kauf,die Einfuhr und die Verbringung von Gold mit Ursprung in dem Land in Nordostafrika verboten. Zudem werden der Verkauf,die Lieferung,die Weitergabe oder die Ausfuhr von Quecksilber und Zyanid in den Sudan untersagt. Diese Chemikalien werden in großem Umfang beim Goldabbau und bei der Goldgewinnung eingesetzt. Beide Maßnahmen werden durch Verbote im Zusammenhang mit entsprechenden Dienstleistungen ergänzt. Dabei geht es etwa um technische Unterstützung,Vermittlungsdienste und Finanzhilfen.

Uno warnt vor »neuer Menschenrechtskatastrophe«

Im Sudan kämpfen die sudanesischen Streitkräfte (SAF) gegen die Miliz RSF (Rapid Support Forces). Der seit Jahren andauernde Konflikt hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung sowie für die Stabilität des Landes und der gesamten Region.

Uno-Hochkommissar Volker Türk befürchtete zuletzt eine Welle von Gräueltaten in der umkämpften Stadt El Obeid. Die Anzeichen seien unmissverständlich,sagte der Chef des Uno-Menschenrechtsbüros Anfang des Monats in Genf. Es bahne sich eine »neue Menschenrechtskatastrophe« an.

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Der Gouverneur von West-Darfur,Khamis Abbakar,war im Juni 2023 kurz nach der Einnahme der Provinzhauptstadt El-Geneina durch RSF-Truppen getötet worden. Er hatte die RSF und verbündete Milizen beschuldigt,Angriffe gegen Zivilisten verübt zu haben. Laut Uno-Experten wurden damals in El-Geneina 10.000 bis 15.000 Menschen getötet. Die RSF weist Vorwürfe des Völkermords und anderer Kriegsverbrechen immer wieder zurück.

dop/dpa/AFP

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